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Dienstag, 14. Juli 2009 |
Bremme Brauerei |
Es war einmal
Bremme Bräu Barmen
Die Bremme Brauerei
Im August des Jahres 1842 gründete der aus Unna in Westfalen stammende Carl Bremme an der Ecke Färber- und Berlinerstraße in Barmen eine kleine Gastwirtschaft mit eigenem Braubetrieb.
Bereits im Jahr 1845 wurde das Bier nicht mehr nur für den eigenen Ausschank gebraut, neben Gaststätten in Barmen, Elberfeld, Lennep, Neviges und Schwelm wurden auch Kunden in kleineren Ortschaften in der weiteren Umgebung von Barmen beliefert. Jahr für Jahr stieg die Produktion und immer mehr Wirtshäuser bezogen ihr Bier von Bremme.

Mit der Belegschaft von fünf Brauburschen und fünf Lehrlingen wurde der Betrieb 1848 in die Reichsstraße in Barmen verlegt. Im Jahr 1866 wurde die erste Dampfmaschine aufgestellt und 1869 die von Carl von Linde erfundene Kältemaschine installiert. Am Anfang der 1870er Jahre tat Carl Bremme den entscheidenden Schritt für sein Unternehmen. Auf dem Heidt, der späteren Albertstraße, konnte er ein ausreichend großes Grundstück erwerben, auf dem er am 1. September 1874 eine industrielle Brauerei eröffnete, die allen Anforderungen modernster Brautechnik entsprach.

In der alten Braustätte an der Reichsstraße lag der Bierausstoss im Jahre 1867 bei 2000 hl. Im Jahr 1874 verdreifachte er sich auf 6000 hl, und bereits im Jahr 1880 wurden 30 000 hl Bier verkauft.
Mit dem ältesten Sohn Gustav Bremme trat 1876 die zweite Generation als Brauer in den Familienbetrieb ein. Sein Bruder Emil Bremme folgte ihm 1879. Gemeinsam mit dem Vater widmeten die beiden Söhne ihre ganze Kraft der Weiterentwicklung der Brauerei in Barmen. Als Carl Bremme im Jahr 1883 starb, hinterliess er seinen Söhnen eine finanziell starke Brauerei, die auch auf brautechnischen Gebiet führend war. Nach dem Tod des Vaters trat auch der jüngste Sohn Adolf Bremme in das Unternehmen ein.

Unter der Leitung der zweiten Generation entwickelte sich die Brauerei Bremme rasant. Im Jahre 1888 erreichte der Bieraustoss 60 000 hl und im Jahr des 50-jährigen Bestehens, 1892, 81 000 hl. Bis zum Jahr 1899 stieg der Absatz auf 135 000 hl, um im Jahr 1905 die Marke von 150 000 hl zu erreichen.
Emil und Adolf Bremme starben im letzten Kriegsjahr 1918. Gustav Bremme leitete das Unternehmen bis zum Jahr 1923. In diesem Jahr ging die Unternehmensführung an die dritte Generation, Emil, Adolf und Karl Bremme sowie deren Teilhaber Alexander Dietz, Sohn eines treuen Mitarbeiters des Gründers, über.

Karl Bremme verlor durch einen Autounfall sein Leben und Alexander Dietz verstarb 1945. Damit waren die Brüder Emil und Adolf Bremme alleinige persönlich haftende Gesellschafter. Die Brauerei Carl Bremme war trotz großer Schäden im 2. Weltkrieg voll arbeitsfähig geblieben. Bedingt durch die Einschränkungen der letzten Kriegsjahre fiel der Bieraustoss auf 60 000 hl und erreichte im Jahr 1947 mit 30 000 hl seinen Tiefstand. Nach dem langen Brauverbot in den Nachkriegsjahren erreichte die Bierproduktion im Jahr 1952 wieder 80 000 hl. Die gleiche Menge konnte mit Limonaden und Flaschenbier abgesetzt werden.

Die Brauerei Carl Bremme wurde später, wie alle Wuppertaler Brauereien, von der Wicküler-Brauerei übernommen. Nach der Veräußerung der Wicküler-Brauerei an die niederländische Grolsch-Brauerei wurde 1992 die Produktion in der Brauerei Carl Bremme eingestellt. Am 30. Juni 1997 kam die letzte Flasche Bremme-Bier in den Handel. Damit ging die 155 Jahre dauernde Tradition der Barmer Bremme Brauerei zu Ende.

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