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Samstag, 11. Juli 2009

Ein Fehler im System

Ist Planung wirklich alles?

Eine satirische Betrachtung ...


Vor einiger Zeit verabredete ein deutscher Verein ein jährliches Wettrudern gegen einen japanischen Verein, welches mit einem Achter auf dem Rhein ausgetragen wurde.

Beide Mannschaften trainierten lange und hart, um ihre höchste Leistungsstufe zu erreichen. Als der große Tag kam, waren beide Mannschaften topfit, doch die Japaner gewannen das Rennen mit einem Vorsprung von einem Kilometer.


Nach dieser Niederlage war das deutsche Team sehr betroffen und die Moral war auf dem Tiefpunkt. Das obere Management entschied, dass der Grund für diese Niederlage unbedingt herausgefunden werden musste. Ein Projektteam wurde eingesetzt, um das Problem zu untersuchen und um geeignete Abhilfemaßnahmen zu empfehlen. Nach langen Untersuchungen fand man heraus, dass bei den Japanern sieben Mann ruderten und ein Mann steuerte, während beim deutschen Team ein Mann ruderte und sieben steuerten.


Das oberste Management engagierte sofort eine Beraterfirma, die eine Studie über die Struktur des deutschen Teams anfertigen sollte. Nach einigen Monaten und beträchtlichen Kosten kamen die Berater zu dem Schluss, dass die Kommunikation unter den Steuerleuten nicht funktioniert und nicht gut strukturiert ist. Um einer weiteren Niederlage gegen die Japaner vorzubeugen, wurde die Teamstruktur geändert. Es gab jetzt vier Steuerleute, zwei Obersteuerleiter, einen Steuerdirektor und einen Ruderer. Außerdem wurde für den Steuerdirektor und die Obersteuerleiter ein Jahresbonus ausgehandelt um ihnen die Versagensängste zu nehmen und für den Ruderer wurde ein Leistungsbewertungssystem eingeführt, um ihm mehr Ansporn zu geben.


Im nächsten Jahr gewannen die Japaner mit einem Vorsprung von zwei Kilometern.

Der Staat musste daraufhin natürlich eingreifen und den Verein nach so einer Pleite finanziell unterstützen.


Das obere Management verkaufte die Ruder und stoppte alle Investitionen für ein neues Boot. Der Beratungsfirma wurde ein Lob ausgesprochen und zusätzlich eine Prämie gezahlt und das eingesparte Geld und die Staatsfinanzspritze wurde dem oberen Management als Leistungsbonus ausbezahlt.

Der Ruderer wählte bei der nächsten Hauptversammlung das bewährte Management und wurde danach wegen schlechter Leistung entlassen.


Kommentare
Anonym 14:19:41 07.09.2009
Die Japaner sollten sich auf unser System umstellen! Wenn Sie's weiter so halten, ist das gaaaanz unfair!
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