| Donnerstag, 20. August 2009 | Hat die Politik Barmen aufgegeben? |
Keine Lösungsansätze von den politischen Parteien zu erwarten.
Meinung und Kommentar von Michael Matuschak Aus der lokalen Presse ist zu entnehmen, dass keiner der OB-Kandidaten von CDU und SPD Lösungsansätze gegen das Sterben der Barmer City anbieten kann. Auch die FDP-Kandidatin sieht keinen Handlungsbedarf. In erster Linie geht es bei diesem Thema um die dringend benötigte Attraktivitätssteigerung der Handelslandschaft und der Gastronomie in der Barmer Innenstadt. Die im Rat vertretenen Parteien haben durchaus die Möglichkeit, mit begleitenden Maßnahmen die Initiativen des Handels zu unterstützen. Einige angedachte Projekte, die den entsprechenden Gremien der Verwaltung auch auf höchster Ebene vorgetragen wurden, sind schlicht ignoriert worden. Das darf es in Zukunft nicht geben! Es kann auch nicht angehen, dass Interessengruppen über Jahrzehnte Plätze zu bestimmten Jahreszeiten blockieren, und damit der dringend erforderlichen Weiterentwicklung, zum Beispiel des Barmer Weihnachtsmarktes, im Wege stehen. Da blockieren parteipolitische Seilschaften und falsch verstandene Rücksichtnahmen eine dringend gebotene Verbesserung. Welche Vorteile sollte der in Barmen (noch) existierende inhabergeführte Einzelhandel aus der Sanierung des Opernhauses und des Haus der Jugend ziehen? Kommt deswegen auch nur ein Kunde mehr nach Barmen? Ein solches Argument von OB Jung ist inhaltsleer. Der Politik fehlt in großen Teilen der Bezug zur Realität und einigen Interessenvertretern des Einzelhandels fehlt die erforderliche Weitsicht, die wirklich wichtigen Dinge anzustoßen. Es ist falsch zum Zwecke der Renditemaximierung die Mietpreise z.B. im Werth in Höhen zu treiben, die sich ein Mittelständler nicht mehr leisten kann. Da gilt es anzusetzen und zusammen mit den Immobilienbesitzern, die leider überwiegend nicht in der Stadt sitzen, ein Gesprächsforum einzurichten. Ein vermietetes Ladenlokal, in dem ein Mittelständler ein bedarfsorientiertes Fachgeschäft zu einem finanzierbaren Mietzins betreibt, ist allemal besser als ein weiterer Leerstand. Die können wir im Bereich der Barmer City schon zur Genüge finden. Die Verwaltung könnte dort die notwendigen Kontakte herstellen. Der Handel, die Dienstleister und die Gastronomie in Barmen sind aufgerufen sich neu aufzustellen und zu organisieren. Ideen und Konzepte für eine Verbesserung der Situation in Barmen sind vorhanden. Nur einer starken und einigen Gemeinschaft ist es möglich, unter Beteiligung aller relevanten Gruppen, die notwendigen Schritte zu gehen, die zu einer deutlichen Verbesserung der Situation in der Barmer City führen. Nur dann wird Kunde König bereit sein, seinen schwerverdienten Euro verstärkt in Barmen auszugeben. |
| < zurück | weiter > |
|---|







